Hühnermanhattan-Kultur

Raum für Alle

Kategorie: Geschichte vom Hühnermanhattan

2009

Vor unserer Zeit

Danke an R. Liebegott und http://www.leerstehende-baudenkmale.de/

„Hühnermanhattan“ Der Roman


Im Jahr 1998 staunten die Hallenser nicht schlecht, als sie unweit des Markplatzes auf ein „Kunstdorf“ stießen. Auf einer Brach- und Abrissfläche lebten dort zwei Schafe, sieben Hühner, eine Gans, zwei Katzen und sechs Kaninchen in Ställen aus ungenutztem Baumaterial. Die Idee und der Name „Hühnermanhattan“ waren geboren. Verantwortlich zeichnet der hallische Künstler Gabriel Machemer, zu dieser Zeit Student an der Hochschule für Kunst und Design, Burg Giebichenstein, der bis heute durch ungewöhnliche Kunstprojekte und -aktionen von sich reden macht. Was als Kunstdorf begann, entwickelte sich in der Folgezeit zu einem angesagten Szeneklub mit einer treuen Klientel, die sich immer wieder für Machemers Ideen begeistert, etwa das alljährliche Einkaufswagenrennen.
Erstmals schildert Gabriel Machemer die Geschichte von „Hühnermanhattan“ in einem Roman, der so außergewöhnlich ist wie sein Autor.

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Wie Hühnermanhattan seinen Namen bekam

von sieben Schuppen zu sieben Häusern

Hühnermanhattan ist seit 1998 ein Ort in Halle. Zunächst waren es einige aus Abrisshausmaterialien gebaute Ställe neben einem besetzten Haus in der Großen Steinstraße 16.

Als dann die ersten Hühner in die Ställe einzogen, ahnte niemand, dass es sich bei der zugelegten Hühnerrasse um Riesenhühner, den Shanghai-Cochin handelte. Ausgewachsen sahen sie aus wie Tiffi aus der Sesamstraße. Aus diesem Grund mussten zwei Mal neue Ställe gebaut werden, die mit den wachsenden Hühnern ebenso immer höher in den Himmel ragten. Wegen der Wolkenkratzer von Hühnerställen ward schließlich der Name Hühnermanhattan kreiert. Es gab irgendwann einen Prozess wegen Baufreiheit und eine exorbitante Schadensersatzforderung wegen eines angeblich vermasselten Verkaufs vor dem Landgericht, doch die Eigentümer konnten ihren Willen nicht durchsetzen. Dazu kam das Räumung und der Abriss der 7 Schuppen wegen Baufreiheit völlig sinnlos war, weil selbst 15 Jahre später immer noch kein neues  Haus gebaut wurde, wenn man mal von dem Gemüseverkaufs-Container absieht.

Neben den Ställen eröffnete der „Verein Künstler gegen bröckelnden Putz“ den Optiker, einen Klub, für künstlerische Shows, Bands, Lesungen und gesellige Treffen.

Später gab es auch die Hühnermanhattan Radioshows und die Features, beim freien Radio Corax. Ab 2002 zog Hühnermanhattan um und das damalige Klubinventar vom Optiker fand jetzt im Diesterweghaus am Steintor in Halle Platz. Dort gab es 7 Jahre lang den Hühnermanhattan Klub, als freier Träger der Jugendhilfe von der Stadt ab 2005 anerkannt. Als das Haus saniert werden sollte, zog Hühnermanhattan nach langer Suche eines neuen Standorts mit den Initiativen 200 Meter weiter in die ehemalige VEB Neontechnik Fabrik um, wo sich zu dieser Zeit bereits viele Bandproberäume befanden. Dort gab es statt sieben Ställen nun sieben Häuser.

Seit dem bauen die Aktiven vom Hühnermanhattan weitere Räume aus für Bands, als Künstlerateliers und Studios für Keramiker sowie für Bildhauer und bieten in unserem neuen Jugendklub vorrangig Nachwuchsbands ein Podium.

Legendär ist die Anfangsfinanzierung. diese wurde durch den Verkauf von 10000 Haasenbildern vorgenommen. Das Grundstück selbst kaufte Gabriel Machemer durch den Verkauf von 1200 Eselbilder. Aber die Kunst als Ware zu begreifen hatte schon 1900 der erste Besitzer zu verstehen gewusst.

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